Maria von Hundetraining Trust Me
Hundetrainerin Maria mit Luna, Sky und Fae
Neuzugang und jüngstes Familienmitglied: Fae. Reinrassiges Bordercolliemädchen aus einer seriösen Vereinszucht. Sie liebt es zu schwimmen, mag es Allesmögliche zu zerstören, sieht aber bei allem aus, als wäre sie ein kleiner Engel, der solche Dinge nie tun würde.
Links Fae (1), Bordercollie, Mitte Sky (6), Border-Aussie-Schäferhund Mix und rechts Luna (7), Border-Aussie-Labbi Mix. Meine kleine verrückte Crew.
Ich heiße Maria, bin 27 Jahre alt, habe mich mit 22 Jahren selbstständig gemacht und bin damit eine recht junge Unternehmerin gewesen. Wie komme ich dazu, einen solch riskanten schwierigen Berufsweg so jung schon zu gehen?
Alles begann mit Luna. Als sie einzog, war ich 18 Jahre alt, frisch zuhause ausgezogen wo ich in Gewalt aufwuchs und völlig ahnungslos, was ich beruflich machen möchte, Oder überhaupt mit meinem Leben. Weswegen ich viel umherjobbte, vorrangig in der Gastronomie. Ich war bereit für einen 1. eigenen Hund (dachte ich, obwohl ich schwer depressiv war o.O). Es sollte ein schwarz-weißer Bordercollie werden, das wusste ich. Intelligent, erzieht sich von selbst und überhaupt, weiß ich über Hunde gut Bescheid. Wir hatten ja immer Hunde in der Familie. Ihr ahnt es schon: ein Irrtum. Luna belehrte mich eines Besseren. Hielt mir den Spiegel vor. Ihre unseriöse Herkunft geht mit einer schwierigen Genetik und Aufzucht einher. Auch medizinisch war sie mangelhaft versorgt. Mein Egoismus und meine mangelnde Informationsbeschaffung im Vorfeld führten dennoch zum Kauf. Meine, völlig im Dunkeln herumtappende, "Erziehung" tat sein Übriges. Wir haben einen langen beschwerlichen Weg hinter uns, voller Tränen, Verzweiflung und Überforderung. Von Löchern im Beton in meinem Flur, die sie beim allein bleiben grub, über dauerndes Abhauen im Freilauf bis hin zum Pöbeln an der Leine und 2 Borrelioseerkrankungen, welche nochmals alles verschlimmerten, haben wir alles durch. Und das alles, obwohl wir vorbildlich in die Welpenschule gingen, Auch in die anschließende Junghundegruppe. Hundeführerschein inklusive, aber was habe ich gelernt, außer Kommandos geben? Richtig, nichts. Ihre Genetik machte sie lange stressanfällig, ihre schlechte Aufzucht unanpassungsfähig. Damals wusste ich das nicht, ich wusste im Grunde garnichts über Hunde. Ich kämpfte mich durch Bücher, Ratschläge von allen Seiten, hörte mir viele unschöne Kommentare von Außenstehenden an. Erst als ich hinsah, zuhörte und lesen lernte, näherten wir uns an. Als ich mich der unbequemen Wahrheit stellte: ich musste an mir arbeiten. Am Ende ist sie der Grund, warum der Berufswunsch Hundetrainerin in mir aufkeimte. Ich möchte gern anderen Hundehaltern sein, was ich damals so dringend gebraucht hätte. Heute läuft Luna völlig unproblematisch in meinen Alltag mit, begleitet mich auf Töpfer-und Mittelaltermärkte oder auf den Spargelhof. Wir sind beide gewachsen und ein eingespieltes Team. Ich weiß ihr ein sicherer Hafen zu sein und mit schwierigen Situationen umzugehen. Blöde Kommentare höre ich immer noch, wenn Luna doch mal einen schlechten Tag hat, aber die gehen mir nicht mehr nahe. Denn Luna ist nicht ihre Probleme, ihre schlechte Genetik oder Herkunft. Sie ist ein wunderbarer liebenswerter Hund mit Ecken und Kanten. Unser Sheriff, eine Hündin mit vielen Facetten, die leicht hätte zum Wanderpokal werden können. Ich würde mir nie wieder einen Hund aus unseriösen Händen holen, möchte diesen Schmerz nie wieder fühlen, möchte das alles nicht romantisieren. Aber dennoch bin ich froh, das sie da ist und habe viel aus unserer Zeit gelernt. Also danke Luna, meine Wegweiserin, Lehrerin, mein Kompass fürs Leben.
Nach Luna kam schon 1 Jahr später Sky dazu und ich wollte alle Fehler vermeiden, die ich zuvor machte. Da sie aber vollkommen anders als Luna ist, habe ich andere, wenn sicher nicht so schwerwiegende, Fehler gemacht. Denn so ist das mit Lernen, man macht Fehler, es ist Teil des Prozesses. Sky ist das absolute Gegenteil von Luna: in sich stabil, souverän, sorglos, voller Vertrauen in alles und jeden. Nahezu pflegeleicht. Klar, in der Pupertät hatten auch wir beide Konflikte, haben sie manchmal noch, aber in einem völlig anderen Maß, als damals mit Luna. Keiner ist perfekt und frei von Fehlern, egal wieviel man weiß und wie sehr man Fachmann ist. Das macht uns zu Menschen, eine Lektion, die mich Sky lehrte. Das und das es wichtig ist, nie seine Leichtigkeit zu verlieren. Spaß am Leben zu haben und sich selber nicht zu ernst zu nehmen. Wie schön, das Sky das in unseren Therapiehundeinsätzen nun auch anderen Menschen mitgibt und hier ihre Passion gefunden hat. Sky ist ein Hund, den ich so auch nie wieder finden werden, sie ist geradezu für die Therapiehundarbeit geboren und ich bin auch jetzt noch, nach Jahren der regelmäßigen Besuchen mit ihr, jedes Mal stolz auf sie. Sie ist krass auf eine ruhige fast unscheinbare Weise. Aber ich sehe sie und liebe die Frechfüchsin so sehr dafür.
Und 2025 zog dann Fae ein. Der Wunsch eines dritten Hundes bestand schon länger und es hat gedauert, aber nun ist sie da und was ist das für eine kleine Granate. Leider hatte sie nach Einzug erstmal direkt Giardien, es folgten 2,5 Monate Kampf gegen sie und danach darum, ihren Darm zu reparieren. Aber dann folgten Kokzidien. Fae ließ sich das so gut wie nie anmerken und ist die überbordende Lebensfreude. Sie möchte alles sehen, alles und jeden Kennenlernen. Sie ist mutig, selbstbewusst, liebevoll, Harmonie suchend. Nie macht sie bewusst einen Konflikt auf, sie möchte sich nicht streiten. Allerdings muss sie noch lernen, ihre Energie zu haushalten. Der Bordercollie möchte nämlich am liebsten alles in Lichtgeschwindigkeit machen und das nicht zu tun, fällt ihr noch äußerst schwer. Auch werden noch ab und an Vögel oder Hunde angehütet, Letzteres aber fast garnicht mehr. Fae ist ein wildes Ding und ich hoffe, wir können ein Stück dieser Wildheit auch bewahren, ins Leben integrieren. Einschmaler Grad zwischen den Hund als Persönlichkeit nicht verändern wollen und ihr zeigen, wie sie sich ins Leben integriert. Fakt ist: ich liebe die kleine Ronja Räubertochter sehr und freue mich auf unsere gemeinsame Zeit.
Das ist unsere Geschichte, welche ist eure?
Laurin von Sunflower Dogs
Ich heiße Laurin, bin 40 Jahre alt, habe 3 Hunde und bin verheiratet. Und hier erzähle ich euch unsere Geschichte.
Schon von meiner frühen Kindheit an, ohne wirklichen Auslöser, hatte ich Angst vor Hunden. Dennoch zog in unsere Famile damals Retriever Dusty ein, als ich ca. 14 Jahre alt war. Und es mag kitschig klingen, aber von dem Moment an, als er bei der Abholung auf meinem Schoß lag, gab es keine Angst mehr. Umso älter ich wurde, umso mehr Verantwortung übernahm ich für ihn, wir wuchsen eng zusammen und es entstand meine heutige Liebe und Leidenschaft für Hunde. Zuhause ausgezogen, lebte in mir immer der Wunsch nach einem eigenen Hund, doch meine Arbeitszeit ließ dies sehr lange nicht zu. Als ich dann verheiratet war, wir zusammen lebten, war es soweit: mein Retrieverrüde Muffin zog (2016) ein. Doch es war keine einfache Zeit, denn ich befand mich in einer schwierigen Phase mit Burnout. Muffin, man kann es nicht anders sagen, war wie eine Therapie für mich, gab mir Stück für Stück Lebensfreude zurück. Mit seiner Hilfe konnte ich heilen.
Schon 6 Monate nach meinem Auszug wünschte ich mir einen Zweithund, nochmals 1 Jahr später zog sodann Australian Sheperd Rüde Odin ein und alles kam anders als gedacht. Odin durchlief die ersten Jahre eine lange Odysee an schlimmen Krankheiten. Alles begann schon im Alter von 7 Monaten mit der Diagnose Ellenbogendysplasie (ED), dem voran gingen Röntgen, MRT und CT, es endete mit einer Operation. Diese verlief gut, doch nun hatte ich einen pupertierenden Hund, der sehr lange geschont werden musste. Der gesamte Heilungs-und Erholungsprozess dauert 6 Monate. Hier begann ich nach Beschäftigungsmöglichkeiten ohne viel Bewegung zu suchen, um ihn dennoch auszulasten. Kreativität war gefragt. Als wäre das nicht schon schlimm genug. folgte 2 Jahre später der nächste gesundheitliche Hammer: Kaumuskelmyositis. Wer davon noch nie etwas gehört hat: die Hunde haben bei der Bewegung des Kiefers massive Schmerzen, auch beim Gähnen oder Hecheln, Trinken oder Fressen, letztere können dann sogar verweigert werden. Kein schöner Anblick, ich litt sehr unter der erneuten Erkrankung und darunter zusehen zu müssen, wie Odin leidet. Nach einer längeren Behandlung mit Cortisol verlor er einen großen Teil seines Fells. Er sah erschreckend krank aus, doch die Behandlung schlug an, das Fell wuchs nach vielen Monaten nach. 2021 folgte dann ein Kastration, weil seine Prostata stark vergrößert war. Die Sorge um ihn ist immer da, selbst wenn es ihm gut geht. Jede noch so kleine Veränderung oder Abweichung befeuert schnell Ängste in mir. Doch umso mehr genieße ich jeden Moment mit meinen Hunden.
Odin und Muffin legten den Grundstein meiner Idee, eine Hundepension eröffnen zu wollen, doch in der dafür begonnenen Hundetrainerausbildung merkte ich, wie sehr mir Hundetraining liegt und Spaß macht. Also machte ich mich direkt danach als Hundetrainerin selbstständig. Wenig später (2021) zog mein 3. Hund ein: Moana, mit dem Wunsch, einen Hund zu haben, mit dem ich aktiv sein kann. Sie brachte einen sehr ungestümen, selbstbewussten und starken Charakter mit, was Fluch und Segen zugleich ist. Sie ist wieder ganz anders, als meine anderen Beiden, doch mittlerweile ist auch sie fester nicht wegzudenkender Bestandteil unserer Familie. Mit den Dreien fühle ich mich nun komplett und freue mich, das jeder mich regelmäßig in meinen Kursen begleitet, sie in Einzelcoachings Probanden sein können und über die Lesehundeinsätze mit Muffin.
Das ist unsere Geschichte, welche ist eure?